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Sabine Boehl
Sabine Boehl
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Texte in deutsch und englisch
Sabine Boehl
Geboren 1974 in Darmstadt, lebt und arbeitet in Düsseldorf
 
Sabine Boehl studierte ab 1995 an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach, ab1999 an der Kunstakademie Düsseldorf, 2003 wurde sie Meisterschülerin von Gerhard Merz.
 
Die mit winzigen Glasperlen auf Leinwand applizierten Bilder von Sabine Boehl oszillieren zwischen Bild und Textur - wie in einem antiken Mythos beschworene Stoffe. Die sinnlich verführerisch und zugleich streng regu­liert wirkenden Arbeiten verdanken sich einem Rückbezug auf die kunsthistorische Tradition der Ornamentik und Musterbildung ebenso wie der Verarbeitung modernistischer Kompositionsprinzipien wie Raster, Serialität und All Over. Die Engführung von Ornament und Abstraktion, von Fülle und Reduktion mündet bei Boehl in die Vorstellung vom Bild als semiotischem System: „Im Sinne des Mosaiks werden die Perlen ver­standen als einzelne Farbinformationen, farbige Zeichen, die als Module der Arbeit dienen,“ führt die Künstlerin aus.
 
In einer elaborierten Mischung aus Sprödigkeit und Luxus zitieren Boehls Perlen-Arbeiten die überkommene Pracht einer noblen Textilkultur. Die Unikate entstehen in zeitauf­wändiger Handarbeit. Wichtig bei der Produktion ist, den Eindruck maschineller Akuratesse zu vermeiden. Vielmehr geht es um eine Dichte der Füllung, durch die das reliefhafte Erscheinungs­bild der Arbeiten generiert wird. Erst die  Abweichung von mechanisch-regelhafter Gleichmäßigkeit, erst der freie, nahezu malerisch kursorische Umgang mit dem Farbmaterial erzeugen den Effekt eines hybriden Artefakts zwischen Bild, Relief und textilem Objekt. Sabine Boehls Perlenarbeiten setzen an einer Neubewertung der Vormoderne an, in der Begriffe wie gegenständlich und abstrakt kein Gegensatz gewesen ist und Handwerk­lichkeit kein Tabu. (Doris Krystof)
 
Neben Einzelausstellungen 2015 in der Stiftung Insel Hombroich, Neuss, und 2008 im Kunstverein Arnsberg war Sabine Boehl in Gruppenausstellungen im Kunsthaus NRW, Aachen, im Mönchehaus Museum, Goslar, in der Kunsthalle Mainz, im Museum of Anatolian Civilizations, Ankara, und anderen vertreten.
 
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen u.a.: Sharja Art Foundation, Arabische Emirate, Kunst aus Nordrhein-Westfalen – Ehemalige Reichsabtei Kornelimüster, Aachen, The Dağ han Özil Collection, Istanbul